Von schlechten Blutwerten, Angst und positiven Gedanken – Februar 2020

Veröffentlicht am 26. Februar 2020 von Pascal Dupré

Eigentlich möchte ich diesen Artikel gar nicht wirklich tippen. Hauptsächlich weil ich nicht so gerne über meine abbauende Gesundheit schreiben möchte. Dennoch versuche ich jetzt einige Gedanken zu Papier zu bringen.

Wahrscheinlich ist es dem einen oder anderen schon aufgefallen. Um mich ist es etwas ruhiger als sonst geworden. Keine Streams. Keine Fotos auf Instagram. Nur sporadisch mal ein Tweet. Das hat auch so seine Gründe. Wer länger dabei ist und mich hier und da stalkt, der weiß, dass es mir schon länger nicht gut geht. So hatte ich länger mit einer fiesen Wunde am Bauch zu kämpfen. Gute Nachricht. Die ist weitestgehend weg, schmerzt nicht mehr und bereitet mir auch keine Sorgen mehr. Generell habe ich gerade das Gefühl, dass (bis auf ein paar Ausnahmen) die Haut deutlich besser wird. Das ist gut. Das stellt mich zufrieden. Ja macht mich fast schon etwa glücklich.

Doch ich hab eben nicht nur sichtbare „Probleme“. Auch welche, die man nicht sieht. Also ab zum Arzt. Mal die Blutwerte überprüfen. Wäre eh dran. Das Ergebnis war nicht wirklich gut. Dazu sei gesagt: Meine Blutwerte sind nie wirklich gut. Jeder Arzt, der die zum ersten Mal sieht, reißt die Hände über den Kopf und fällt vom Stuhl. Doch dadurch, dass die Werte schon immer nicht wirklich gut waren, hat sich mein Körper an diese schlechten Werte gewöhnt. Gilt also mehr oder weniger als „Normalwert“ für mich. Alles was besser ist, ist cool und wird gern genommen. Alles was darunter ist, ist mehr oder weniger nicht gut.

Diesmal ist’s nicht gut. Wirklich nicht gut. Glücklicherweise habe ich einen ziemlich coolen Arzt. Er setzte sich mit mir zusammen, erklärte mir welche Optionen ich habe und ging auf Einwände und Fragen ein. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen. Das würde den Rahmen sprengen und wäre doch eh nur Bla Bla Bla. Wer genaueres wissen möchte, kann mir gern schreiben. Lange Rede gar kein Sinn. Nun bekomme ich erst einmal eine Medizin. Diese nehme ich nun ca. acht Wochen. Dann wird noch mal Blut abgenommen. Sollte sich nichts ändern geht es ins Krankenhaus. Punkt. Weiter möchte ich hier vorerst nicht gehen. Tritt dieser Fall ein, dann reden wir weiter.

Uff … überlege jetzt sicher schon 20 Minuten wie ich hier weiter mache.
In mir ist ein bisschen Angst. Ein wenig Panik. Aber warum?

Das frage ich mich selbst gerade sehr. Vielleicht ist es die Ungewissheit. Wirken die Medikamente? Wenn Nein, was dann? Schaffe ich das? Was, wenn ich jetzt in einen Strudel gerate und da nicht mehr raus komme? Diese und mehr Fragen schießen durch meinen Kopf. Wahrscheinlich ist mehr als die Hälfte komplett sinnlos und unnütz. Überflüssig. Doch irgendwie fängt man doch an nachzudenken. Über das was man gern noch machen möchte. Was man eventuell verpasst hat. Kompletter Blödsinn eigentlich. Wahrscheinlich total fehl am Platz. Mir ist es auch selbst unangenehm so zu denken. Mir hat ja niemand gesagt, dass ich morgen tot vom Stuhl falle. Nur, dass es eben momentan nicht so rosig ist. Schon komisch wie das Gehirn manchmal so tickt.

Doch spüre ich es ja auch, dass da was nicht stimmt. Ich schlafe sehr, sehr viel. Setze ich mich auf die Couch und bin etwa 10 Minuten später eingeschlafen. Egal wann. Egal wo. Ich bin sehr schwach. Der Appetit hält sich in Grenzen. Motivation finde ich nur schwer. Was wohl daran liegt, dass ich gerade so schwach bin. Freude an bestimmten Dingen habe ich gerade wenig. Bin schnell genervt. Auch bin ich deutlich berührungsempfindlicher als sonst.

Das macht mir momentan alles sehr zu schaffen. Ich vermisse das Livestreaming sehr. Auch das macht mir zu schaffen. Momentan ist mir das alles zu viel und ich bin maximal unzufrieden. Ich würde gerne ausbrechen. Einfach mal weg. Abschalten, an was anderes denken. Mal wieder gut lachen. Lecker essen. Einen fetten Milchshake trinken. Was anderes sehen. Die Welt entdecken. Durchatmen. So viele Gedanken im Kopf. Momentan viel zu viele. Das Gefühl nichts zu leisten. Nur rum zu sitzen. Den ganzen Tag (ver-)schlafen. Keine wirkliche Aufgabe zu haben. Das Problem mit der Gesundheit. Irgendwie das Gefühl allein dazustehen. All dies ist mir momentan zu viel.

Doch natürlich gibt’s auch Lichtblicke. Die schönen Momente. Sei es mit den besten online Freunden Data und Cadra im Discord zu plaudern oder durch Überraschungen von euch in der Packstation. Da ist der eine „Dude“, der mich unterstützt wo es nur geht. So schrumpft meine Wishlist immer mehr. Es ist immer wieder ein spannendes und aufregendes Gefühl, nicht zu wissen was da im Paket steckt. Dabei habe ich momentan nicht mal das Gefühl das verdient zu haben. Gefühlt gebe ich gerade nichts zurück. Das ist das auch etwas unangenehm.

Nun darf ich eine Nintendo Switch Lite mein eigen nennen. Diese finde ich so gut, dass ich überlege dazu einen Artikel zu schreiben. Dankeschön dafür! Eine neue Kamera hab ich auch. Eine ganz kleine, die man überall dranhängen kann. Da wird bestimmt auch einiges in Zukunft mit gemacht. Auch hier. Ein extra großes Dankeschön an den großzügigen Schenker. Das ist unfassbar schön und tut gut. Danke.

Generell mal ein Dankeschön an alle, die mich unterstützen. Egal wie. Egal in welchem Ausmaß. Auch wenn ich mal nicht so kann wie ich gern möchte. Danke an alle! Dann ist da noch J. Sie ist für mich da. Lenkt mich ab und hat sich einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen erobert.

Ich finde so langsam meine Freude an Videospielen wieder. Zum Beispiel durfte ich „Dragon Ball Z: Kakarot“ testen. Bin sehr begeistert! Jetzt hab auch wieder richtig Lust auf die Serie. Muss mal meine Sammlung erweitern. Derzeit hänge ich sehr an „The Binding of Isaac“ fest und bin ziemlich angetan von „Snack World“.

Ich sage es immer und immer wieder. Es sind die kleinen Dinge im Leben. Auch wenn gefühlt gerade alles nicht so dufte ist. Ich ziemlich unzufrieden bin und mich nicht wohl fühle. Nicht alles ist schlecht. Nichts alles ist schwarz. Das Glas ist immer halb voll.

Ich bin ein Kämpfer und werde immer weiter kämpfen. Meine Ziele erreichen. Meine Wünsche erfüllen. Erst eine Wohnung in Hamburg und dann die Weltherrschaft. Easy peasy Limonen Zucchini. Ganz wichtig. Nicht vergessen. Wäsche reinholen wenn es regnet!

Ein Hinweis in eigener Sache

Sollte Dir gefallen was ich mache, dann sag es weiter oder lass mir doch ein netten Gruß zukommen. Falls Du mich sogar unterstützen möchtest, dann geht das über Patreon. Via Amazon-Wishlist kannst Du mir auch kleine und große Wünsche erfüllen. All das muss aber nicht sein. Für mich ist es Freude genug, wenn Du Dich an meinem Schaffen erfreust.

Holdrio und Glückauf
Euer Pascal

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