„Nur ein bisschen Disziplin“ – „aber die Maske schränkt mich ein“ meine 5 Cent zur aktuellen Covid-19 Situation

Veröffentlicht am 12. Juli 2020 von Pascal Dupré

Corona. Covid-19. Keiner kann es mehr hören, doch jeder redet davon. Keiner hat Ahnung, doch jeder weiß es besser. Drosten hat gesagt. Doch Kekulé meint. In meiner Zeitung stand.

In meinen jungen 27 Jahren Lebenszeit hab ich viel erlebt: Die Jahrtausendwende, zwei Papst-Wahlen, das Jahrhundert-Hochwasser in Dresden, den Tod von Michael Jackson. Faszinierend. Schockierend. Beängstigend. Doch die Corona-Pandemie toppt alles.

Was zu Beginn so weit weg war, steht nun plötzlich vor der Tür. Grenzen wurden geschlossen. Bilder, die man sonst nur aus Filmen kennt, sind plötzlich realer Alltag. Hier im echten Leben. Alles wurde still. Die Menschen nahmen voneinander Abstand und fingen doch gleichzeitig auch an zusammenzuhalten. Unterstützten da, wo es nötig war. Stellten Nahrungsmittel vor Wohnungen oder brachten der Oma über das Telefon bei, wie Skype eigentlich funktioniert. Wir alle mussten zurückstecken. Viele sahen ihre Existenz bedroht. Doch trotz all dessen war die Disziplin spürbar da.

Doch wo sind wir jetzt?

Selbstverständlich können wir uns nicht für immer … oder zumindest bis es einen Impfstoff gibt … zu Hause verstecken und keine anderen Leute mehr treffen. Verständlich. Allerdings können wir weiterhin Rücksicht nehmen. Eine Maske beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln tragen. Wenn du richtig dufte drauf bist, dann trägst du die Maske generell, wenn Du unter Menschen gehst. Die Freunde, Bekannte, Oma, Opa, Tante, Onkel und den Postboten einfach mal nicht mit Handschlag oder Umarmung begrüßen. Nickt euch zu. Bumst die Füße aneinander. Was weiß ich.

Leider liegt die Betonung hier auf „können“. Abstand einhalten ist nicht immer leicht. Gar keine Frage. Doch wenn ich im Fernsehen eine (sehr) junge Dame höre, die meint jetzt mal wieder Party machen zu müssen. Weil sie ja noch jung ist und einfach mal abschalten müsse. Eine Influencerin meint ohne Maske einkaufen zu müssen, weil das ja viel schöner ist und sie einfach keine aufsetzen möchte. PUNKT! Dann auch noch im Paulaner-Garten erzählt, dass sie im Supermarkt andere dazu gebracht hat, die Maske abzunehmen und zu guter Letzt Harry Potter in die Geschichte mit reinzieht. Ja, ja dann platzt mir die Hutschnur.

Das sind nur zwei Punkte. Die Liste ist lang. Partys im Park. Grillen mit dem ganzen Viertel. Unbedingt auswärts essen müssen. Das könnte ich immer so weiter führen. Menschen die zu blöd sind die Maske richtig zu tragen. Die die die Maske zum Husten und Niesen extra abnehmen. Ganz ehrlich. Dann kann ich verstehen, wenn die, die sich an alles versuchen zu halten, sich blöd vorkommen und am Ende keiner mehr mitmacht.

Politiker, die immer mehr lockern und Freiheit zurück geben. Vor allem Schulen und Kindergärten öffnen lassen, in denen es teilweise nicht einmal warmes Wasser gibt. Wir sehen an anderen Staaten gerade gut, wozu das führt. Politiker, die der Bevölkerung ein Bild von „Alles ist gut!“ vermitteln, sind meiner Meinung nach hier mit ein Problem. Selbstverständlich haben wir genug Bürger und Bürgerinnen, die mit der Politik des Landes unzufrieden sind. Egal was man sagen würde, es wäre falsch bzw. in deren Augen unglaubhaft. Gefühlt gibt es ein Wettrennen: Welches Bundesland hebt als erstes sämtliche Beschränkungen auf? Wer stellt sich als großer Zampano hin und sagt „Also bei uns kann man ja schon wieder ohne Maske in Läden“. „Haha. Dafür haben bei uns alle Kindergärten offen!“ Versteht ihr was ich meine? Anstatt sich einfach mal klar hinzustellen und zu sagen. „Hey, wir haben jetzt hier ein Problem. Jedes Leben zählt. Bitte haltet euch an die neuen Regeln!“ Nein. Nichts. Da ist wichtiger, dass in der Bundesliga der Fußball wieder rollt. Weil sonst Sponsoren sauer werden. Weil es dann ja finanzielle Einbußen gäbe. Da ist es wichtiger, dass die Autoindustrie wieder anläuft. Anstatt die Chance zu nutzen. Zu sagen: Hey, das ist der Moment in dem wir die E-Autos mal so richtig pushen. Nee, nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Immerhin was. Hauptsache der Rubel rollt. Ob Lehrer, Erzieher oder andere Berufsgruppen zusätzlich Gefahren ausgesetzt werden, ist dann auch egal.

Zu guter Letzt: Urlaub. Dem Deutschen seinen Urlaub. Ich kann verstehen, wenn man mal aus seinen vier Wänden raus möchte. Mal nicht in der Heimatstadt abhängen möchte. Mal was anderes sehen möchte. Doch wie einige auf ihren wohlverdienten Urlaub beharren, ist in meinen Augen schon krank. Zum Glück machen die Grenzen nun auf. Alle können COVID-19 wieder schön verteilen.

Danke für nichts. Danke an die, die nicht nur sich sondern auch andere in Gefahr bringen. Ältere. Kranke. Schwache. Denkt doch bitte einmal nach!

Und ein wirklich ernst gemeintes Danke an all die, die Rücksicht nehmen. Die verstehen in welcher Situation sich unser Land, Nein, die Welt momentan befindet. Danke! Ein bisschen mehr Disziplin. Ein bisschen mehr Miteinander mit Abstand. Mehr braucht es nicht.

Ein Hinweis in eigener Sache

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Stay safe.
Euer Pascal

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