MAGerfurt – ein Tag unter Freunden auf der MAGCon

Veröffentlicht am 14. Oktober 2019 von Pascal Dupré

Nun liege ich hier im Bett und überlege, wie ich diesen Reise/Messe-Bericht gestalten kann. Die MAGerfurt war nicht meine erste Messe, aber meine erste Messe dieser Art. Weswegen ich auch ein wenig aufgeregt war. Zudem war ich hier nicht nur als Besucher, sondern auch als Multimedia-Presse-Fuzzie. Das erste Mal, dass ich richtig offiziell in diese Rolle schlüpfen durfte.

So bereitete ich mich vorweg sehr vor. Überlegte genau, auf was ich achten möchte, welche Fragen ich stellen möchte und natürlich wen ich interviewen möchte. Ob die Vorbereitung geholfen hat. Das könnt Ihr nun lesen!

Nach dem die Anreise via Deutsche Bahn einige Tücken mit sich brachte (dazu mehr im Oktober Bericht) und wir schon leicht genervt waren, waren wir um so angenehmer überrascht als in Erfurt mit den Öffis alles ohne Probleme klappte und wir trotz allem pünktlich an der Messe waren.

Doch was ist die MAGerfurt eigentlich?

Die MAG ist eine sogenannte Community-Convention die sich zum Ziel gesetzt hat, dass die Gemeinschaft im Vordergrund steht. Hier werden Bereiche wie Japan, Kunst, Cosplay, Gaming und viele weitere vereint. Warum ich finde, dass genau das erreicht wurde? Später mehr!

MAG Community-Convention in Erfurt

Wir erhielten unsere Presse-Pässe und stürzten uns direkt ins Abenteuer. Nach einem wirklich sehr spannenden und aufschlussreichen Pressegespräch ging es zur Führung. Welcher Stand ist wo? Was kann dieser Stand und warum ist der hier? Während des Marsches durch die Hallen entschieden wir uns, uns abzukapseln und weiter auf eigene Faust zu erkunden. So wurden auch schon die ersten Kontakte geknüpft und Visitenkarten getauscht. Die Video-Kamera war die ganze Zeit dabei. Diesmal entschied ich mich für einen anderen Stil und auch zwischendurch mal was zu erzählen, nicht nur Impressionen.

Mein Dank an Marvin

An dieser Stelle möchte ich kurz etwas einwerfen. Mit mir unterwegs war mein sehr guter Freund Marvin. Er war an diesem Tag nicht nur mein Kameramann sondern auch Begleitperson. Er kümmerte sich so rührend gut um mich. Achtete stets darauf, dass ich Speis und Trank zu mir nahm, meine Medizin rechtzeitig bekam und in hitzigen Momenten einen kühlen Kopf bewahrte. An dieser Stelle ein großes Danke an Marvin. Ich persönlich finde das sollte nicht unerwähnt bleiben.

Mein erstes Interview

Aus dem Augenwinkel sah ich einen Stand mit dem Namen „Influnate“. Die Aufmachung und der Name machten mich neugierig und ich entschied mich sehr spontan, nach einem Interview zu fragen und mehr über dieses mysteriöse „Influnate“ zu erfahren. Das Interview gibt es demnächst als Video hier oder auf YouTube zu sehen.

„Influnate“ möchte es vereinfachen Deinen Lieblingscreator/Gamer/Cosplayer zu unterstützen, vor allem im finanziellen Sinne. So soll es unter anderem möglich sein, zum Beispiel unter einem Tweet deines Idols mit einem simplen „@influnate 5€“ zu kommentieren und schon hat man ihm 5€ zugesteckt. Das Ganze funktioniert momentan nur bei Twitter. Später sollen Instagram, YouTube und Co. dazukommen. Die Idee an sich finde ich sehr gut und vor allem simpel, doch irgendwie bin ich noch skeptisch. Trotzdem wünsche ich diesem neuen Unternehmen natürlich viel Glück und nur das Beste. Wer weiß, vielleicht stecken wir uns in Zukunft so die Taler gegenseitig zu. Ich hab mich da übrigens testweise mal registriert. Falls euch mal ein Tweet von mir gefällt 😉

Kurzer Disclaimer, weil das in der heutigen Zeit ja immer sein muss. Ich hab keinen Cent von denen bekommen. Ich war einfach nur neugierig und wollte von mir aus hier was zu schreiben.

Gaming-Spaß und Indie-Arena-Booth

Halle 1 hatte sich komplett dem Thema „Gaming“ verschrieben. Vom klassischen Rennspiel über E-Sports bis hin zum VR-Erlebnis fand man hier fast alles. So zum Beispiel auch die preisgekrönte „Indie Arena Booth“. Hier können unabhängige Spiele-Entwickler ihre Spiele zeigen. Wer mich kennt weiß, dass ich ein Indie-Game dem AAA-Titel allemal vorziehe. Gerne hätte ich hier mehr Zeit gehabt um alles in Ruhe anzugucken und anzuspielen.

Marvin und ich blieben bei einem Spiel namens „Unrailed!“ von „Daedalic“ hängen. Ein Multiplayer-Game welches nach meinem Wissen derzeit (leider) nur für PC verfügbar ist. Gemeinsam sorgt man dafür, dass ein Zug heil am Zielbahnhof ankommt … oder man versucht es zumindest. Vor dem Zug liegen keine Schienen. Diese muss man selbst verlegen. Zur Verfügung stehen eine Axt zum Holz hacken, eine Spitzhacke zum Eisen abbauen und ein Eimer um den Zug abzukühlen. Spielt man zu zweit, muss man sich gut absprechen. Gefälltes Holz und abgebautes Eisen müssen in einen der Wagons abgelegt werden. Wie durch Zauberhand entstehen so in einem Anhänger die Schienen. Diese nimmt man und legt sie vor den Zug. Hier bei muss man allerdings drauf achten, wo genau. Nicht dass der Zug am Ende gegen einem Baum oder Felsen fährt oder sich auf dem Weg zum Bahnhof verfährt. Was so einfach klingt, benötigt eine Menge Absprache und Koordination. Schnell ist die Axt weg, der Weg vor dem Zug versperrt oder alles geht plötzlich in Flammen auf.

Beim kurzen Anspielen hatte ich schon jede Menge Spaß und hätte gern weiter gemacht. Ich kann mir das Game zum Beispiel auch gut für die Nintendo Switch vorstellen. Glaube auf der Couch mit Freunden oder unterwegs wäre das ein großer Spaß.

Zeit für eine Pause und ein spontanes Interview

Nach einer Stärkung im Catering-Bereich gingen wir nochmal in den Pressebereich um einen Ersatz-Akku für die Kamera zu holen. Zum Glück! Als ich mich umguckte, staunte ich nicht schlecht. Da stand das ganze Team von PietSmiet. Ich schaute mir an, was die Jungs da vor der Kamera trieben … Moment, das klingt falsch …. und wartete geduldig bis ich mal vorsichtig „Hallo“ sagen konnte. Piet, Chris und Sep waren schnell verschwunden. Jay und Brammen besprachen noch wie es weiter geht. Auch wenn ich großer Bewunderer der Jungs und andere Creator vor Ort bin, ist es mir wichtig nicht einfach so dazwischen zu gehen. Meiner Meinung gehört es sich nicht eine Unterhaltung zu unterbrechen oder irgendwie zu nerven.

Als es etwas Ruhe reinkam fragte ich Jay vorsichtig nach einem Foto. Diesem Wunsch kam er nach. Brammen nahm sich direkt auch Zeit. Nun passierte das womit ich nicht gerechnet hätte: Wir kamen ins Gespräch. Ich erzählte meinen Werdegang vom Podcasten bis hin zum Streamen. Ihm gefiel das sehr und er gab mir direkt Tipps. Worauf ich ihm meine Karte gab und meinen Mut zusammennahm und nach einem Interview fragte. Kaum gefragt schon hockte er neben mir und es ging los. Das Video gibt es demnächst hier und auf YouTube. Das Treffen und Gespräch mit Brammen wird mir lange in Erinnerung bleiben. So ein positiver und freundlicher Mensch, ohne Berührungsängste. Mich würde es freuen falls man sich mal wieder sieht oder eventuell mal was gemeinsam machen könnte. Mal gucken.

Nach einem kurzen Abstecher zu meinen Freunden von den RocketBeans ging es dann in Halle 2. Hier fanden sich jede Menge talentierte Zeichner, Shopping-Stände und ein KPop-Bereich. Auch die Show-Küche war hier zu finden. Auf meiner Liste ganz oben stand ein Interview mit LeFloid. Nun möchte ich hier nicht zu viel vorweg nehmen aber!!! Auch dieses Video gibt es dann bald hier und auf meinem YouTube-Kanal. Eines muss ich auch unbedingt loswerden. Flo war der einzige (!) der mir die Hand gab. Keine Ghetto-Faust, so wie es andere so oft machen. „Warum sollte ich das denn nicht?!“ fragte er mich und guckte völlig ungläubig. Das rührte mich sehr.

Nun stand eigentlich die Heimreise kurz vor der Tür. Puh, viel erlebt bis jetzt. Noch mal schnell mit FishC0p geschnackt und Zärtlichkeiten ausgetauscht. Zeit für einen Rückzug. Noch mal entspannen, dann zum Zug. Ja, dann saß ich plötzlich vor Sturmwaffel. Seine Kochvideos liebe ich. Er unterhält und lenkt mich gut ab. So nutzte ich die Chance und interviewte auch ihn. Und wer weiß, vielleicht kochen wir beide ja in Zukunft mal mein Lieblingsessen. Auch er ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Ruhig und bodenständig, fein!

Mein Fazit zur MAGerfurt

Wer mich regelmäßig liest weiß, dass ich einen speziellen Schreibstil habe und mich gern im Detail verliere. Das hier ist eher ein persönlicher Bericht, wie ich meinen Tag auf der Messe empfand. Sicher besser als euch mit irgendwelchen Zahlen und Fachausdrücken zu bombardieren. Da gibt es genug andere die das machen.

Rückblickend bin ich sehr positiv überrascht. Die MAGerfurt erfüllt genau das was sie verspricht. Die Stars und Idole der Szene tummeln Sich hier nicht hinter Absperrband oder gammeln im VIP-Bereich, sondern sind Teil der Messe. Besucher wie du und ich, greifbar ohne Sonderstatus – eben bei der Community. Fein!

Der ganze Tag fühlte sich auch nicht wie ein Messebesuch an, sondern eher wie ein großes Familientreffen. Nur das es hier keine Streitereien gibt. Ich habe mich zu jederzeit willkommen gefühlt. Das komplette Gelände ist barrierefrei und ich konnte mit dem Rollstuhl alles ohne Probleme erreichen.

Natürlich bin ich immer sehr selbstkritisch und perfektionistisch. Alle Interviews entstanden spontan und mit null Vorbereitung. Rückblickend hätte ich hier und da gerne eine andere Frage gestellt oder eine weggelassen. Aber hey, das war sicher nicht das letzte Mal. Wer weiß wo mich das Streaming jetzt hinführt. Vielleicht unterhalte ich nächstes Jahr die Halle auf der großen Bühne *zwinkersmily* Am Ende fehlten mir 2-3 Stunden. Hätte gerne noch geshoppt und das Café getestet. Vielleicht klappt auch das nächstes Jahr. Eventuell ist es dann doch günstiger mehrere Tage da zu sein.

Hier ein paar Impressionen von der MagErfurt 2019

Ein Hinweis in eigener Sache

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Zuletzt noch mal ein großes Dankeschön an alle die mir diesen Tag ermöglicht haben. An die, die mich unterstützt haben. An die die diesen Tag unvergesslich gemacht haben.

Vielleicht bis nächstes Jahr :’)
Euer Pascal

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