Im Januar, im Januar… – 2K19

Veröffentlicht am 2. Februar 2019 von Pascal Dupré

… beginnt das neue Jahr!
Ha! Reimen kann ich auch.

Immer wieder werde ich gefragt „Pascal, warum bist Du immer so gut gelaunt?“ Um ehrlich zu sein, ist das nicht immer so. Ich habe meine guten und schlechten Tage. An den schlechten bin ich in neun von zehn Fällen eher ruhig. Ich trage es nicht breit, wenn es mir nicht gut geht. Um so richtig ehrlich zu sein, ist es mir sogar unangenehm, meine aktuellen „Wehwehchen“ zu twittern. Das hat einen ganz einfachen Grund: Ich möchte kein Mitleid. Wenn ich mal twittere, dass es mir nicht gut geht, dann ist das eher eine Art Mitteilen, was gerade Sache ist. Kein „Fishing for Compliments“ (wie es mir teilweise schon oft unterstellt wurde). Ja, mir ist klar, dass mir das komplett egal sein könnte – sogar egal sein müsste. Zum einen ist das etwas, was ich noch lernen muss. Zum anderen ist es mir auch sehr unangenehm, wenn mir einer schreibt „Das tut mir leid“. FREAK! Ich weiß, aber das macht mich ja so besonders.

Lange Rede gar kein Sinn: Seit dem 1. Januar 2019 führe ich nun Tagebuch. Total Hightech, mit App und so. In diese App kann ich auch eintragen, wie hoch meine Schmerzen waren – generell mein Wohlsein. Aus diesen Eingaben wird dann auch ein Diagramm erstellt, bin ja ein großer Statistik-Fan. Zum einen mache ich das, um bestimmte Ereignisse besser verarbeiten zu können. Zum anderen möchte ich über andere Dinge, wie z.B. Schmerzen, einen Überblick haben. Vielleicht lassen sich so Muster erkennen, wann die Schmerzen besonders stark oder schwach sind. Wann ist die Haut besser, wann schlechter? In welchen Situationen fühle ich mich besonders wohl? Wann beginnen die Panik-Attacken, usw. usw. …

Aber keine Sorge, Ihr bekommt jetzt keine 31 Seiten Tagebuch zu lesen. Ich werde versuchen, das Ganze zusammenzufassen. Doch warum mache ich das eigentlich? Ein Tagebuch ist ja was Privates. Richtig! Ich werde hier nicht meine tiefsten Abgründe und Geheimnisse hinschreiben. Allerdings weiß ich, dass es viele Menschen gibt, die an meinem Leben interessiert sind. Zusätzlich hab ich schon länger vor, mehr Aufklärung zu betreiben was EB (Epidermolysis Bullosa) betrifft. Das Ganze ist ein Experiment. Vielleicht lasse ich es im März auch schon wieder bleiben.

Aber nun geht es erstmal los mit dem Januar:

Zu Anfang des Jahres nahm ich mir vor, Social Media etwas ruhen zu lassen. Was auch mehr oder weniger gut klappte. Es tat auch gut einfach mal nichts mitzubekommen. Positiv in Erinnerung blieb mir das Silvesterfeuerwerk. Nach der unfassbar langen und breit gefächerten Diskussion über Böller, war meine Befürchtung, dass es hier ein ziemliches Chaos geben wird und wir gar nichts mehr sehen vor Qualm. Doch überraschenderweise war es hier in der Dresdner Altstadt recht human und sogar schön anzusehen.

Zum Jahreswechsel hin geht es mir psychisch meist nicht so gut. Die Nächte sind unruhig, deutlich mehr Panikattacken als sonst, starkes Unwohlsein. Seit einiger Zeit ist es mir nicht mehr möglich, im Dunkeln zu sein. In meinem Zimmer bei geschlossener Tür allein zu sein, fällt mir momentan auch sehr schwer. Meine Angst vor Stille dürfte den meisten bekannt sein. Zumindest schlaf ich jetzt nur noch mit Licht und offener Gardine. Zum Einschlafen schön laut ein Hörspiel. So schlafe ich drei bis vier Stunden eigentlich ganz gut. Wenn ich starke Schmerzen habe weniger. Dabei habe ich die „Sherlock Holmes“-Hörspiele für mich entdeckt. Direkt nach den „Drei ???“ inzwischen meine liebste Hörspielreihe. Wenn Ihr Empfehlungen habt, was Hörspiele angeht, dann schreibt die doch in die Kommentare!

Mein Medienkonsum im Januar

Wie in jeden Monat sind eine Menge neue Serien, Filme und Fortsetzungen meiner Lieblingsshows erschienen. Trotzdem muss ich sagen, dass mein Konsum, was das angeht, recht „gering“ war. Gemeinsam mit Mama habe ich mit der Serie „Bodyguard“ angefangen, haben aber irgendwo in der Mitte das Interesse verloren. Gemeinsam haben wir auch noch „Dogs of Berlin“ geschaut. Hier war ich positiv überrascht, gar nicht so schlecht wie alle sagen. Ein lang erwartetes Serien-Highlight von mir war „Titans“. Hier bin ich momentan bei Episode 7 und bin ziemlich begeistert. In einem Rutsch durchgeguckt hab ich „Pastewka“ Staffel 9. Ich bin ein riesiger Pastewka-Fan und seit Staffel 1 dabei. Staffel 8 (die erste bei Amazon) war überragend. Im Vergleich war jetzt die neunte Staffel deutlich schwächer. Dazu ausführlicher in der Podcast-Episode 007 von Kommune42. Nur so viel: Vom Ende war ich eher enttäuscht. Gerade kommt jeden Freitag eine neue Episode von „The Grand Tour“ auf Amazon. Zu der Serie hab ich erst spät gefunden, mittlerweile liebe ich sie aber und genieße jede neue Episode.

Der Monat im Rückblick

Rückblickend war der Januar kein guter Monat für mich. In der Statistik sieht man, dass es ein großes Auf und Ab war und sich meine Stimmung am Ende doch nur noch am Boden befindet. Daran schuld waren unter anderem eine sehr heftige Männergrippe und dass ich mal wieder nicht schlucken konnte. Wenn ich nicht schlucken kann, belastet mich das am meisten. Gutes Essen in Mengen ist eine meiner letzten großen Freuden, die ich noch habe. Wenn ich nicht mehr richtig schlucken kann, kann ich nicht nur nicht richtig essen, sondern auch sehr schwer Tee oder ähnliches trinken. Somit nehme ich in der Zeit dann auch immer ordentlich ab. Gerade jetzt wo ich fast 30 Kilo erreicht hatte. Ein dickes Bein und Schmerzen hielten mich auch vom MotoMed treten ab. So bin ich nur auf fünf Mal gekommen.

Mein Stimmungsverlauf im Januar

Diagramm: Mein Stimmungsverlauf im Januar 2019 war ein Auf und Ab

Mein Fazit

Trotz dem ganzen Mist war der Januar nicht komplett für die Tonne. Gleich zu Beginn des Monats war ich mit Mama, Oma und meiner Cousine auf dem Mittelalter-Weihnachtsmarkt hier in Dresden.Immer wieder schön dort. Ich habe fleißig gepodcastet und jede Menge Spaß dabei. Ich bin das erste Mal im Leben über meinen Schatten gesprungen und habe einer Person gesagt, dass es so nicht weiter geht. Was rückblickend richtig war und sich somit gut anfühlt.

Ich habe ein neues Lieblingsessen entdeckt: „Beamtenstippe“! Ein altes DDR-Rezept. Eventuell gibt es dazu mal eine extra Podcast-Episode oder einen Beitrag. So überzeugt bin ich!

Ich habe Zeit mit meinem besten Freund Daniel verbracht. Er ist immer für mich da und versteht mich. Wir können über alles reden und rumalbern. Zeit mit ihm ist immer ein Highlight das ich nicht missen möchte. Gemeinsam mit Daniel habe ich das Restaurant/Café „Johannas Kolonialwaren“ entdeckt. Hiervon war ich so begeistert, dass es dazu demnächst nochmal einen separaten Blog-Beitrag geben wird.

Es gab im Januar zwei sehr coole Überraschungen in meiner Packstation. Da möchte ich aber noch nicht mehr erzählen. Ich hab vor, dazu auch noch was zu schreiben. Eventuell auch irgendwas Video-mäßiges. Mal gucken.

Ganz wichtig. So doof alles ist und klingen mag, irgendwo ist immer was Gutes. Das darf man nie aus dem Auge verlieren.

Während des Schreibens fiel mir auf, dass ich recht viel Spaß dabei hatte. Der Februar-Beitrag kommt also bestimmt.

Feedback würde mich freuen.
Lasst es euch gut gehen!
Pascal

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