Der Monat der mich in die Knie zwang… Oktober 2K19

Veröffentlicht am 1. November 2019 von Pascal Dupré

… und ich mit meinen Gedanken rang.

Oktober 2019 ist nun Vergangenheit. Ehe wir uns versehen zünden wir wieder Kerzen an, dekorieren festlich jedes Zimmer und die Straßen, beschenken uns, regen uns auf, essen bis zum Umfallen, liegen uns in den Armen und wünschen uns ein frohes Neues und zwischendurch feiern wir kräftig meinen Geburtstag. Anschließend geht alles wieder von vorne los. Ein neues Jahr.

So schnell dies passieren wird, so lange ist es noch hin. Etwa zwei Monate. Zwei Monate in denen alles passieren kann: Eine unerwartete Begegnung, der heiß ersehnte Lotto Gewinn, ein Unfall oder plötzliche Krankheit. Doch nun blicke ich erst einmal mit Euch auf den Oktober zurück:

An dieser Stelle mal ein Dankeschön für Euer Feedback. Dieses wird mit jedem Artikel mehr und ausführlicher, was ich sehr zu schätzen weiß und mir auch weiterhilft. Dankeschön, dass Du meine Berichte liest und anscheinen auch Freude dran hast.

Bin ich froh, dass ich Tagebuch führe. Der Oktober ging mit mir auf eine Achterbahnfahrt der besonderen Art. Von Erlebnissen mit besonderen Menschen, die ich nicht missen möchte, über emotionale Talfahrten bis hin zu Stichen ins Herz, ungeahnten Konflikten, Wut, Trauer und einer abschließenden Notbremse war alles vorhanden.

Nun ist es soweit. Steigt mit mir und dem Oktober in die Achterbahn. Kommt mit auf eine Fahrt, die nicht endete wie sie sollte … oder endete diese Fahrt sogar gar nicht und der Wagen rollt noch?!

Mama hatte Urlaub und wir wollten die Zeit nutzen um mal ein paar Ärzte abzuklappern, Museen zu erkunden und die lange, lange To-Do-Liste abzuarbeiten. So waren wir am ersten Tag des Monats mit Oma verabredet. Vor dem Hygiene Museum. Oma stand zum verabredeten Zeitpunkt vor unserer Wohnung. Welch ein Spaß … nicht. Doch während ich diese Zeilen tippe, muss ich doch etwas lächeln.

Leider weiß ich immer noch nicht, wie die Toiletten im Hygiene Museum sind. Doch ich bin mir sicher, auch dieses Rätsel wird bald gelöst. Anschließend gab es Kuchen. Ein gelungener Tag.

Der Wagen tuckerte entspannt leicht bergauf.

Nun möchte ich auf zwei frühere Artikel verweisen:

Mein Artikel zur MAG Community-Convention in Erfurt

Mein Blog-Artikel „Das Fremdwort Inklusion“

Denn meine Reise ging mit Marvin nach Erfurt zur MAGerfurt, welche mir lange in Erinnerung bleiben wird. Ein Event welches mein Herz schneller schlagen ließ. Ein Erlebnis mit besonderen Menschen. Doch leider wurden mir auch ein paar Steine in den Weg gelegt.

Damit ich hier nicht alles doppelt tippe und Ihr genervt einen Antiquitäten-Artikel noch mal lesen müsst, nur etwas aufpoliert und abgewandelt.
Kleine Anmerkungen in eigener Sache. Ich hoffe wirklich sehr, dass bald die Videos fertig sind. Ihr sollte ja auch in Bewegtbildern sehen wie glücklich ich war.

Kaum fuhr der Wagon weiter, so folgte unmittelbar ein angenehmer mit guten Gesprächen gespickter Fernsehabend mit einer guten Freundin.
Mit Mamas Nudelsalat noch 13x besser. Oh mon dieu!

Der Wagen klackerte in den Schienen steil bergauf.

Am 7. Oktober stieg Moonday7 nach einem Stream kurz mit ein. Wir tauschten ein paar Worte. Oh, ich muss zugeben, eventuell bin ich ein kleiner „Fan“ und genieße hin und wieder einen Stream von ihm. Vielleicht nur ein kleines Erlebnis, doch es verschönerte mir den Tag. Was zeigt – manchmal sind es die kleinen Dinge.

Kurz darauf fuhren wir durch einen kalten Regentag in Dresden. Dieser gab neben einem guten Frühstück außerhalb auch den Anlass (nach der Erfurt-Deutsche-Bahn-Sache) für meinen Artikel zur Inklusion. Ich mag Regentage eigentlich, nur ist es da so blöd raus zu gehen. Entweder ich riskiere, dass meine Verbände nass werden oder muss mich dick in Regenkleidung packen. Mag ich nicht. Also lieber von innen beobachten.

Der Wagon gondelte entspannt bergauf Richtung Leipzig.

Endlich! Der Papa Maxe in meinen Armen.

Oh, wie entspannt so eine Fahrt im Regional Express doch sein kann. Eine ganz andere Welt. Ich als 1. Klasse ICE-Fahrer bin mit den Reisemitteln des Pöb… ähhh, der weniger gutbetuchten nicht vertraut. Das sanfte Schaukeln der Bahn versetze mich in einen erholsamen Schlaf. So merkte ich die harten Sitze nicht mehr und nahm den leichten Geruch nach Urin fast gar nicht mehr war. Faszinierend.

Hach, Leipzig. Hier war ich tatsächlich sehr lange nicht mehr. Eine sehr schöne Stadt. Leider gibt es noch so viele Punkte die ich noch nicht gesehen habe. Natürlich ging es nicht anders. Nach der Ankunft musste es erst einmal Kuchen und Kaffee geben. Ohne läuft mein kleines schwaches Herz nicht mehr.

Aufgrund der Ereignisse in Halle begrüßte uns anschließend ein Konvoi an Polizeiautos, die mit laut schrillenden Sirenen über die Kreuzung schossen. Es waren unzählige! Eine Situation, die das Blut in den Adern gefrieren lies und sehr bedrückend wirkte. Irgendwie war klar, es stimmt was nicht. Natürlich saß dieser Gedanke ab nun im Hinterkopf.

Allerdings wollten wir uns nun nicht verrückt machen lassen. Vielleicht ist ja gar nichts. Weg mit den bösen Gedanken, auf zur Shopping-Tour. Leider gab es im großen Lego-Store keine BrickHeadz. Da wollte ich mir mal einen gönnen und diesen dann im Stream aufbauen. Schade, naja.

Wir rollten von Laden zu Laden, erkundeten die Innenstadt und nahmen kleine Leckereien zu uns. Doch darum waren wir ja eigentlich gar nicht in Leipzig. Der Hauptgrund war Max Nicholas Maria Von Nachtsheim Prinz zu Hessen. Der Sohn von Comedian und König von Hessen Hendrik „Henni“ Nachtsheim. Das ist der eine von Mundstu…. äh Badesalz. Für die, die das nicht wissen. Aber ist nicht wichtig, geht ja um seinen Sohn, der Max.

Max ist Rapper, Podcaster und Streamer. Nun möchte er uns mit seinem „Großen Comedy Comeback“ beglücken. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ohne große Erwartungen nach Leipzig kam. Klar, Max ist schon ganz lustig. Aber auf einer Bühne? Stand Up? Darf der das? In erster Linie wollte ich Max endlich mal in die Arme nehmen. Er begleitet mich nun schon so lange. Von unserem ersten Streit auf Twitter wegen eines Missverständnisses, über unsere erste gemeinsame Podcast-Episode, bis hin über seine Musik in meinem Ohr. Oft kaufte ich mir Karten für seine Konzerte oder Podcast-Touren. Doch immer machte uns die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung, leider.

Nun war es endlich soweit. Während ich im Kupfersaal saß, meinen Cappuccino schlürfte und auf die Bühne guckte, wurde mir bewusst: Dies ist sein erster Auftritt…. Uiuiui. Wir sind die Versuchskaninchen. Mir fiel auf, Max’s Papa saß im Publikum. Dies freute mich und lies mich lächeln, schön.

Die Show begann. Ich lachte, alle lachten. Max schien in seinem Element. Ich lachte mehr, alle lachten mehr. Pause. BÄM! Weiter ging es. Gag-Feuerwerk. Hintereinander weg. Ich lachte Tränen. Schlug mit der Faust auf den Tisch und wackelte wie ein Behinderter (ich darf das!) im Rollstuhl, da ich vor Lachen das Gleichgewicht nicht halten konnte. Die zweite Hälfte war ein Fest. Insgesamt war es großartig und ich fühlte mich so gut, mal wieder richtig gelacht zu haben.

Natürlich kam es anschließend auch endlich zur heiß ersehnten Umarmung. Selbstverständlich tauschten wir auch ein paar Worte und ich lobte ihn über den grünen Klee. Jetzt mal unter uns, ich mag Max sehr als Menschen. Man kann mit ihm über alles reden und mit jedem Problem zu ihm kommen. Wenn er Zeit hat ist er für einen da, hört zu und gibt Tipps. Aber er ist auch ein Mensch der gern Neues versucht, sich nichts sagen lässt und auch einfach mal macht, was mich sehr inspiriert. Max, Dankeschön, dass ich dich zu meinen Freunden zählen darf. Das bedeutet mir viel. … Übrigens – wenn es Kacke gewesen wäre, dann wäre dieser Abschnitt hier deutlich kürzer und ich hätte es gesagt. Nur netter. Statt Kacke.

Mitten in der Nacht durch Sachsen in einem Regional Express kann ich an dieser Stelle nicht empfehlen. Das nächste mal wieder ICEYeah! Überglücklich blickte ich dem Oktober ins Gesicht. Er drückte auf das Knöpfchen und der Wagen fuhr gediegen der Monatshalbzeit entgegen.

Joker und Geschenke

Zwischenstopp machten wir im Kino. Es lief Joker. Hierzu möchte ich jetzt keine Kritik schreiben. Wenn Ihr dir Möglichkeit habt, dann guckt Euch dieses Meisterwerk an. Eine Meisterleistung die ihres gleichen sucht. Joaquin Phoenix setzt hier einen Meilenstein. Das Ende. Das eigentliche Ende. So gut. Ein kleiner Kritikpunkt: Die Geschichte zu Arthur Fleck geht ein wenig unter. Die Idee. Der Entstehung des Joker. Einmalig. Hervorragend. Faszinierend.

Anschließend ging es zur Packstation. Hier fanden sich diesen Monat immer mal wieder Geschenke von Euch. Herzlichen Dank auch hier noch mal. Ich freue mich immer riesig. Egal ob von der Wunschliste oder eine persönlich ausgedachte und verpackte Kleinigkeiten. Bin jedes mal hin und weg. Merci!

Oktober? Warum fahren wir nicht? Alles gut?

Ein merkwürdiger Moment der sich über drei Tage zog. Eine Art Stillstand. Trotzdem bewegte sich alles. Nur Oktober saß einfach so da.

Der Brief

Ich bin der Typ Mensch der früh aufsteht, auf Klo geht und Zähne putzt … und dabei bloß nicht angesprochen werden möchte. Mit nichts. Kein guten Morgen oder sonst was. Lass mich ankommen. Erst beim abschließenden Verbandswechsel bin ich für Gespräche bereit. Ja, ich wünsche mir diese sogar. Da sie mich ablenken.

… doch diesmal stand Mama am Bett und erzählte mir, dass wir zu einem Arzt nach Ottendorf-Okrilla müssen. Dieser guckt dann mal ob ich wirklich nicht arbeiten kann, ob ich wirklich richtig behindert bin. Und überhaupt und sowieso. Das Ganze gehört immer noch zum Antrag auf Grundsicherung. Dieser zieht sich nun weit über drei Monate. Gefühlt werden einen immer mehr Steine in den Weg gelegt. Absurde Unterlagen verlangt, bereits abgegebene Unterlagen noch mal verlangt oder man wird eben zu einem Arzt ins nächste Dorf geschickt. Und das das obwohl meine Hautärztin schon ein Pamphlet ausgefüllt und geschrieben hat, um zu bestätigen das ich kein Usain Bolt bin.

Ich bin es leid und hab keine Lust mehr. Wenn es nach mir ginge, würde ich an dieser Stelle aufgeben. Irgendwann wird es albern. Stellt Euch das mal vor, da muss ich als Schwerbehinderter gucken wie ich zu diesen Arzt am anderen Ende der Welt zu komme. Öffentliche Verkehrsmittel sind entweder viel zu früh oder viel zu spät. Da es nicht um die Ecke ist fährt da natürlich auch kein normaler Bus hin. Bahn gleich gar nicht. Auto haben wir nicht. Ein teures Taxi? Ein Mietauto? Überhaupt, warum ist denn dieser Arzt nicht in Dresden? Wollen die etwa, dass ich breche? Das ich aufgebe. Der Antrag somit nichtig wird? Ist es Absicht? … Tag und Uhrzeit wird in einem extra Brief mitgeteilt. Doch mir ging es jetzt schon nicht gut. So viele Gedanken. So viele Sorgen. So viel Hass. So viel Wut.

Lustigerweise kam der zweite Brief direkt am nächsten Tag. Mittwoch 30.10. 11:00 Uhr. … 11:00 Uhr. Und es ging weiter. Mama ist berufstätig. Sie kann doch nicht einfach mal so frei machen. Kräftig Minus-Stunden sammeln? Und selbst wenn. WIE. KOMMEN. WIR. DA. HIN? In mir wuchs die Wut. Der Hass. Die Verzweiflung. Oktober drehte sich zu mir und knallte mir zwei Briefe an den Kopf. Er nahm die Hand an einen Hebel und war wieder regungslos. Die Umgebung verdunkelte sich.

Der Freund

Seit dem 3. Oktober beschäftigte mich im Hinterkopf so eine kleine und doch ganz große Sache. Der Stich ins Herz. Viele Gedanken machte ich mir. Wie gehe ich dieses Problem an? Gehe ich es an? Vielleicht tue ich als wäre nichts gewesen? Und um mal so richtig ehrlich zu sein. Ich würde das Ganze hier gerne niederschreiben. Um es besser verarbeiten zu können. Doch es ist ein echt privates Problem. Deswegen möchte ich es nur soweit es geht niederschreiben.

Eine SMS brachte mich dazu eine Entscheidung zu treffen. Ich entschied mich für die Wahrheit. Ständig predige ich, wie wichtig es mir ist ehrlich zueinander zu sein. Zu sagen wenn es Probleme gibt. Diese eventuell aus der Welt zu schaffen. Nichts in sich rein zu fressen. Also ging ich diesen Weg. Er erschien mir als richtig. Die Reaktion war eine die mich etwas überraschte. Doch irgendwie auch nicht. Zusätzlich kamen nun neue Gedanken dazu. Traurigkeit. Mehr Wut. Unverständnis.

Meinem Kopf und mir ging es nicht gut. Es wird gerade alles zu viel. Warum kann man Probleme nicht ordentlich wie Erwachsene lösen? Manchmal versteh ich das nicht. Oktober drehte sich erneut zu mir. Alles wurde dunkler. Er fing an hämisch und verrückt zu grinsen. Ein Grinsen was mir Angst machte. Er starte mich an. Seine Blicke durchbohrten mich. Mir ist kalt. Seine Hand drückte einen Knopf am Hebel. Wie verrückt. Immer und immer wieder. Klickklickklickklickklickklickklickklickklick

Mama

Hier möchte ich auch nicht ins Detail gehen. Aber Mama ging es an den folgenden Tagen nicht gut. Vorher immer mal vereinzelt schon. Nun mehr. Ich machte mir ziemlich Sorgen (Keine Angst, alles gut!) und ununterbrochen Gedanken, dass es nicht schlimmer wird.

Diese drei Sachen. Kleinigkeiten die nebenbei noch passierten. Füllten meinen Kopf immer mehr … wie komme ich nach Ottendorf-Okrilla… Mama … dieses Drecksamt … die Nachricht … Ottendorf-Okrilla …. Schmerzen … was … argh. So viel. Alles zu viel.

Klickklickklickklickklickklickklickklickklick. Oktober fing an zu lachen. Wie ein Irrer. Sein Lachen klingelte in meinen Ohren. Um mich drum rum flogen nun all die Gedanken. Klickklickklickklickklickklickklickklickklick. Der Himmel verfärbte sich in ein Lila violett rosa. Erinnert an Abendrot. Es war kalt und viel zu laut. So viele Eindrücke. Dieses Lachen, sein Grinsen. Klickklickklickklickklickklickklickklickklick

Oktober guckte nach vorne und nickte. Ich sah nun auch nach vorne. Er hörte auf zu lachen. Stille. Die Gedanken blieben an ihrer Stelle. Nichts bewegte sich mehr. War es vor bei? Geht es nun weiter? Ich blickte nach vorne und sah ins nichts. Wo geht’s weiter? Wo sind die Schienen? KLICK!

Und Oktober zog am Hebel. Der Wagon raste hinab in die Tiefe. Alles verschwamm. Mir wurde schlecht. Sto … sto … STOP! Mein Körper zog die Notbremse.

Fünf Tagen blind

Was dann passierte, erkläre ich mir wie folgt. Mein Körper zog die Notbremse. Wer mich schon länger stalkt, weiß das ich es hin und wieder mit den Augen bekomme, das heißt ich werde blind. Eine mikrokleine Blase auf dem Auge geht kaputt und eine Mini-Wunde entsteht. So nicht zu erkennen. Aber schmerzhaft wie eine ganz große. Ein heftiger Schmerz – meist während des Schlafs – durchfährt meinen Körper. Meist gefolgt von einem lauten Schrei. Mama weiß immer direkt was los ist. Dadurch, dass ich aus dem Schlaf gerissen werde, weiß ich das meist eher nicht.

Früher in der Kindergarten/Schulzeit hatte ich das sehr sehr oft. Bis zu zweimal im Monat. Seit ich von der Schule runter bin und alles etwas entspannter ist, passiert es nur noch 3-4 mal im Jahr, wenn überhaupt. Nun zu meiner Vermutung: Das Ganze passiert, wenn der Stress zu hoch wird. Hatte diese Vermutung schon öfter. Solche Ereignisse bekräftigen dies nur. Diesmal fühlte es sich an, als würde mir eine Faust mitten aufs Auge hauen. Nicht spitz und kurz wie sonst. Dumpf, hart und durch den kompletten Kopf dröhnend. Ich war mal wieder blind. Lag im Dunkeln. Kein Kontakt zu Außenwelt. Nur die Schmerzen und ich. Im Fernsehen dudelte „The Big Bang Theory“. Hauptsache keine Stille. Regelmäßig schlafe ich ein. Erhole mich. Bekomme nichts mit. Versuche keine Gedanken an einen Arzt oder bestimmte Vorkommnisse zu verschwenden. Mir ist bewusst. Es war zu viel.

König ist der, der den Durchblick hat

Nach drei Tagen stumpfer Comedy, Schmerzen und null Appetit beschloss ich mal in Ruhe über meine Probleme nachzudenken. Eventuell finden sich ein paar Lösungen. Glücklicherweise löste sich das Problem „wie zum Arzt im nächsten Dorf kommen“ wie von selbst. Unser Verbandsmaterialien-Liefermann bot uns sofort seine Hilfe an, als er hörte vor welcher Aufgabe wir stehen. Was mich zum einen sehr erleichterte zum anderen war da immer noch etwas Wut über diesen Unsinn.

Meiner Mama ging es immer noch nicht gut. Da kann ich leider auch nichts dran ändern. So bald ich wieder den Durchblick habe, werde ich gucken ob mein Freund auf meine letzte Nachricht reagiert hat. Sollte dies nicht der Fall sein, werde ich ihn noch mal sagen das ich gerne zur Klärung bereit bin, aber auf Kindergarten keine Lust hab. Somit wäre der Kopf schon mal etwas freier. Gesagt getan. Mein Augenlicht kam zurück und mein Kopf war ein ganzes Stück freier. Nun werde ich auch drauf achten, das dies erst mal so bleibt.

Einmal nach Ottendorf-Okrilla und zurück

Nun war es dann endlich soweit: Es ging ins nächste Dorf zu einem Arzt der mal gucken wird wie behindert ich wirklich bin. Unser Verbandsmaterialien-Liefermann ist ein cooler Typ. Ich mag ihn, auch wenn ich nicht so oft mit ihm zu tun hab. Es war viel zu früh und verdammt nebelig. Das Wetter passte also zur Stimmung. Wir stellten gemeinsam fest, dass wir alle noch nie in Ottendorf-Okrilla waren, aber immerhin schon mal im Verkehrsfunk davon gehört hatten. Noch auf der Fahrt scherzte ich „fände es schon lustig wenn es über Treppen zu dem rein geht!“ … war dann doch eher traurig als wir vor der Treppe zur Praxis standen. Aber Hey! – die hält mich jetzt auch nicht mehr auf.

Nun möchte ich das Ganze abkürzen. Selten so einen sympathischen Arzt kennenlernen dürfen. Habe ein gutes Gefühl und glaube er hat gesehen wie es mir geht. Was den Antrag betrifft, ich halte euch auf dem laufenden.

An dieser Stelle noch mal Danke an den lieben Verbandsmaterialien-Liefermann. Ohne ihn hätten wir nicht gewusst, wie wir dort hinkommen sollen. Das ist nicht selbstverständlich!
Dankeschön T.

Ende gut – gar nichts gut

Nun sitze ich hier mit einem großen Stück Schokotorte und einem noch größeren Kakao und tippe die letzten Worte ein. Oktober hat mich verlassen. Das Karussell steht still, die Gedanken aber nicht. Immer noch beschäftigt mich sehr viel. Hätte man gewisse Dinge eventuell anders angehen können? Und warum suche ich schon wieder bei mir die Schuld?

Unfassbar viel hab ich diesen Monat erlebt. Neue Leute kennengelernt, gereist und alte Freunde endlich wieder gesehen. Gefühlt überwiegen die positiven Ereignisse, aber irgendwie sitzt der Mist kräftig tief. Zu viele Gedanken, die ich mir gemacht habe und die ich mir momentan mache. Ob ich momentan zufrieden bin? Ich weiß es nicht. Eher nein würde ich sagen. Für den November wünsche ich mir etwas Ruhe, 2-3! Gute Nachrichten und mehr Torte.

Ein Hinweis in eigener Sache

Sollte Dir gefallen was ich mache, dann sag es weiter oder lass mir doch ein netten Gruß zukommen. Falls Du mich sogar unterstützen möchtest, dann geht das über Patreon. Via Amazon-Wishlist kannst Du mir auch kleine und große Wünsche erfüllen. All das muss aber nicht sein. Für mich ist es Freude genug, wenn Du Dich an meinem Schaffen erfreust.

Egal was kommt.
Haltet die Ohren steif und bleibt geschmeidig
Euer Pascal

Eine Antwort zu “Der Monat der mich in die Knie zwang… Oktober 2K19”

  1. Daniele sagt:

    Hallie Hallo Hallöchen , liebe Grüsse aus dem Schönen Schwarzwald ,Schön das wieder ein blog von dir gekommen ist ,heiligs blechle das war ein facettenreicher monat für dich , so wie der herbst ist auf der einen art wunder schön mit seinen bunten farben und dem neuen licht u. zum einen wird man auf die kalte jahreszeit vorbereitet, hoff deine schmerzen nerven dich momentan nicht zu sehr Pascal ,Drück dich ! Wünsch dir eine Schönen Ersten Advent und alles Gute u. Liebe , MFG Daniele

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