Das ist der Weg – Oktober 2020

Veröffentlicht am 31. Oktober 2020 von Pascal Dupré

Manchmal kommst Du im Leben an einen Punkt, an dem ist es an Dir eine Entscheidung zu treffen. Wie soll es weiter gehen? Für welchen Weg entscheidet man sich? An dieser Stelle stand ich nun mal wieder. Wie diese Entscheidung und gewisse andere Dinge meinen Oktober und die kommende Zeit stark beeinflussten, könnt ihr in den nächsten Zeilen lesen.

Viele stellen sich ihr leben wie eine Reise vor. Andere wiederum leben ihr Leben einfach ohne groß darüber nachzudenken. Wahrscheinlich gibt es da hunderte verschiedene Ansichten. Doch für mich ist das Leben wie eine Straße – eine unendlich lang erscheinende Straße. Auch wenn mir bewusst ist, irgendwo und früher oder später taucht ein Ende auf. Diese Straße ändert sich von Tag zu Tag. Mal entstehen neue Gebäude am Wegesrand, mal wird ein Stück Weg dazu gebaut und manchmal stehen sogar Menschen am Wegesrand, mit denen ich ins Gespräch komme und vielleicht auch einen Teil des Weges mit diesen Personen gemeinsam beschreite. Mal länger, mal kürzer, doch zumindest gemeinsam. Hin und wieder möchte ich die Gesellschaft dieser Menschen nicht missen und vielleicht sogar vertiefen. Doch dies ist nicht immer einfach.

Nach einem langen Abschnitt, der von Höhen und Tiefen geprägt war – wobei die Höhen überwogen – gelangte ich nun an diesen Punkt. Der Punkt, an dem sich die Straße plötzlich spaltete. Etwas verdutzt betrachtete ich die Wegweiser und die beiden neuen Straßen. Auf dem Schild welches nach links deutete stand „Ruhm, Reichtum und Macht! … Unsicherheit“. Von Weitem konnte ich laute Musik wahrnehmen. Eine Art Disco-Beleuchtung blitzte in der Ferne auf. Leute lachten und jubelten. Sehr leise und in sehr, sehr weiter Ferne war ein „Ka-Ching!“ zu hören. Auch wirkte alles eher wie eine Szene bei Nacht. Mich erinnerte der Anblick etwas an Las Vegas. Eine Person im Anzug mit Aktenkoffer stand gut sichtbar nicht weit von mir entfernt.

Auf dem Schild welches nach rechts deutete stand „Sicherheit, Ruhe und Gesundheit“. Von dieser Straße her konnte ich Vogelgezwitscher hören. Die Sonne schien. Gleichzeitig war der Blick irgendwie getrübt und der Himmel wirkte merkwürdig grau bedeckt. Was der Szenerie allerdings keinen Abbruch tat. Alles wirkte vertraut und irgendwie beruhigend auf mich.

Okay, Okay! Erst einmal hinsetzen und das Ganze auf mich wirken lassen. Vielleicht kann ich etwas wahrnehmen, was mir die Entscheidung abnimmt, ob links oder rechts. Der Typ mit seinem Aktenkoffer guckte mich an und tippte dreimal mit seinem rechten Zeigefinger auf seine Uhr am linken Arm. Was wollte er mir damit sagen? Muss er los? Soll ich schneller machen? Ich verspüre einen gewissen Druck. Langsam wird es mir zu viel. Send help please!

Ein freundlich aussehender Mann mittleren Alters setzte sich zu mir und guckte mich an. „Sehr geehrter Herr Dupré, schön Sie hier anzutreffen! Wie kann ich Ihnen helfen?“, fragte er mich und drückte mir seine Visitenkarte in die Hand. Ich guckte ihn verwirrt und erstaunt zugleich an. Gerade als ich Luft holen wollte, um zu antworten lächelte er mich an und sagte: „Ich bin vom Fach! Vertrauen Sie mir. Wir finden gemeinsam raus, wo es lang geht.“ Seine Visitenkarte überzeugte mich. Was soll schon schief gehen. So fingen wir an uns zu unterhalten. Ich erklärte ihm was Sache ist und er erklärte mir zu bestimmten Punkten bestimmte Ansichten. Teilweise hochinteressant, aber auch aufschlussreich! Er stand auf und gab mir noch zwei, drei Sätze mit auf den Weg, welche privater Natur waren und mir sehr viel bedeuteten.

Unterm strich waren es auch genau diese Sätze, die mir meine Entscheidung deutlich erleichterten. Auf keinem der beiden Wege konnte ich erkennen, wie es um meine Gesundheit steht. Es war dieser eine Punkt, der mich zu dieser Entscheidung brachte. Dieser kleine Punkt mit den vielen weiteren, noch kleineren Punkten hinten dran. Fast schon wie ein Rattenschwanz. Der mir zeigte, dass es richtig ist.

Ich stand auf, klopfte mir den Dreck von der Hose und blickte zum Mann mit dem Aktenkoffer. Nach einem kurzen Augenblick und zwei kleinen Gedankensprüngen lächelte ich den Mann an, nickte ihm zu und ging nach rechts!

Nachdem ich tief durchgeatmet hatte und langsam losging, blickte ich ein letztes Mal zurück. Zurück auf das Erlebte. Die neuen Freunde, die ich kennengelernt hatte, die Feinde, die sich mir in den Weg stellten, die Überraschungen und vor allem die, die ich ins Herz geschlossen habe. Auch wenn ich stark bleiben wollte, liefen mir die Tränen über das Gesicht. Manchmal kommt es eben anders als gedacht.

Meine Entscheidung war die richtige, das spüre ich schon jetzt. Ich kann wieder ein wenig mehr auf mich achten. Einfach mal zurücklehnen und durchatmen. Die Menschen, die mir wichtig sind bekommen wieder mehr Aufmerksamkeit. Klar, Wünsche und Träume, die mehr oder weniger zum greifen nah waren, sind nun wieder ein ganzes Stück in weite Ferne gerückt. Wobei ich momentan nur einen Wunsch habe. Doch dies ist eine andere Geschichte.

Glaubt mir, auch wenn der Weg nun woanders lang geht. Ich bin trotzdem noch auf MEINEM Weg. Ich bin nicht aus der Welt. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass es demnächst wieder regelmäßig Podcasts mit mir gibt. Zudem werde ich anscheinend bei diesem RocciPix hin und wieder auftauchen. Doch ich bitte euch, mir ein wenig Zeit zu geben.

Für die, die diesen Abschnitt so gar nicht verstanden haben. Bitte mal diesen Artikel lesen:

Ein Ende kann ein Anfang sein

Manchmal ist das Leben nicht einfach. Manchmal ist es nicht fair. Mal fällst du hin und stehst wieder auf. Hin und wieder fühlst Du Dich wie der König der Welt. Dann tut es einfach nur weh. Doch das macht das Leben aus. Man weiß nie, was als Nächstes kommt. Genau deswegen liebe ich das Leben. Deswegen liebe ich mein Leben und ich kann kaum erwarten, was mich morgen erwartet.

Theoretisch würde nun das Ende kommen. Doch hier noch ein wichtiger Hinweis:

Wir haben Corona. BITTE tragt einen Mund-Nasen-Schutz. BITTE haltet Abstand. Bitte nehmt Rücksicht. Mir ist bewusst, dies ist derzeit keine leichte Situation. Doch es ist eben nicht nur eine Grippe. Für Menschen wie mich kann das Ganze ganz schnell tödlich enden. Vielleicht ist es an der Zeit mal nicht sein großes Ego raushängen zu lassen, sondern auf seine Mitmenschen zu achten. Ich selbst habe mich aus Angst wieder in Selbstisolation begeben. Bitte lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass dieser Spuk bald vorbei ist, und dass wir eventuell ein gemütliches und sinnliches Weihnachtsfest mit unseren Liebsten verbringen können.

Dankeschön fürs Lesen.
Stay Safe,
Euer Pascal

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