April Schmapril sag ich immer … 2K19

Veröffentlicht am 2. Mai 2019 von Pascal Dupré

… denke dran, du bist ein Gewinner!

Ich bin krank. Während ich diese Zeilen tippe bin ich schwach, erkältet und unmotiviert. Was wohl auf die Schwäche zurückzuführen ist. Im Hintergrund laufen „Die drei ??? Und die schwarze Katze“ und draußen ist es ziemlich kalt. Aber von vorne. Seit fast einer Woche habe ich eine furchtbare Männergrippe. Wer weiß schon, ob ich diese überlebe. Wenn ja, bringt mich am Ende der Husten um …. OK, STOP! Zu viel Tod und Verderben hier zum Anfang.

Rückblickend ging es mir im April echt gut. Die Haut wurde teilweise besser, wenig Schmerzen und gute Laune. Nur die letzten Tage quäle ich mich etwas rum. Was eventuell auch am ständigen Wetterwechsel liegt. Dieser pöhse pöhse Klimawandel sag ich nur.

Ich bin genervt. Apropos Klimawandel, natürlich haben wir da ein Problem und natürlich sollten wir da etwas gegen unternehmen. Zum Beispiel das Auto stehen lassen oder den Holzofen auslassen – is sogar noch besser. Was mich aber momentan sehr nervt ist dem Klimawandel jedes Extrem zu zu stecken.
Zu warm? Klimawandel!
Zu kalt? Klimawandel!
Zu nass? Klimawandel!
Zu trocken? Klimawandel!
Der Schlüpfer drückt? Klimawandel!
Suppe zu salzig? Sie ahnen es – Klimawandel!
Hach! Es ist so einfach. Großartig!
Ich bin immer wieder fasziniert, wie die Medien es schaffen Panik zu schüren. „Dürresommer 2019“ droht. Wir werden alle vertrocknen, verdursten und verblöden. Als jemand der sich gern hin und wieder mit dem Wetter beschäftigt ist mir bekannt, dass es nach drei Tagen schon schwer wird das Wetter genau vorherzusagen. Da bin ich immer ziemlich froh Kachelmann in meiner Twitter-Timeline zu sehen. Schön wie ruhig er erklärt, was wie wo seinen Ursprung hat. Mein Highlight in diesen Monat:
Jemand – „Der April ist viel zu heiß!“ Kachelmann sucht in aller Ruhe einen April raus der heißer war und erklärt, dass man sich durchs Menü klicken kann um weitere durchzugucken.

Für alle anderen, die sich über Regen, Schnee und Wärme beschweren. Vergesst nicht:

April! April!
Der weiß nicht, was er will.
Bald lacht der Himmel klar und rein,
Bald schau’n die Wolken düster drein,
Bald Regen und bald Sonnenschein!
Was sind mir das für Sachen,
Mit Weinen und mit Lachen
Ein solch‘ Gesaus‘ zu machen!
April! April!
Der weiß nicht, was er will.
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!
Und schneit mir in den Blütenbaum,
In all den Frühlingswiegentraum!
Ganz greulich ist’s, man glaubt es kaum:
Heut‘ Frost und gestern Hitze,
Heut‘ Reif und morgen Blitze;
Das sind so seine Witze.
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!
Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!
Und kriegt der rauhe Wintersmann
Auch seinen Freund, den Nordwind, an
Und wehrt er sich, so gut er kann,
Es soll ihm nicht gelingen;
Denn alle Knospen springen,
Und alle Vöglein singen.
Hurra! Hurra!
Der Frühling ist doch da!

Das „Avengers:Endgame“-Drama

Ich bin sauer. Am 23. April rollte ich mit Mama zum Stammkino, um schon mal Karten für den Film des Jahres zu kaufen „Avengers: Endgame“. Seit einem Jahr fiebere ich auf dieses Spektakel hin. Jetzt ist es endlich soweit. … oder auch nicht.
Uns wurde (nicht gerade freundlich) mitgeteilt, dass der Fahrstuhl kaputt ist. Die Reparatur dauert mindestens zwei Wochen. ZWEI WOCHEN!
Was zur? Warum? Was? Gerade jetzt? Das Ganze hat mich echt getroffen. Also erstmal ein bisschen bei Twitter explodiert, eine Mail ans Kino geschrieben (nach über einer Woche habe ich immer noch keine Antwort) und ins Kissen geheult. Natürlich kamen einige auf mich zu und fragten, warum ich mich über eine Kleinigkeit so aufrege. Hier mal eine Erklärung, warum es keine Kleinigkeit ist. Exakt nach den zwei Wochen musste ich ins Krankenhaus. Also mindestens eine dritte Woche in der nichts geht. Vielleicht auch eine vierte oder fünfte. Wer weiß das schon?

Warum ich nicht in ein anderes Kino gehe? Hier wo ich wohne sind in nicht mal 5 Minuten Fußweg zwei Kinos. Das genannte Standardkino und ein Kino mit der neusten Dolby-Atmos-Technik, der größten Leinwand in Sachsen und irgendeiner Super-Duper-4K-Laser-Bild-Technik-schießmichtot HFR 3D Projektionstechnik. Ouh… ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gern ich das mal erleben möchte. Für manche Spielerei, für mich ein echtes Erlebnis. Aus so vielem Sichtweisen. Aber jetzt kommts: Das Kino hat nicht mal ein Fahrstuhl. Nur jede Menge Treppen und einen außergewöhnlichen Baustil. Also gucke ich auch hier blöd im die Wäsche. Ein weiteres sehr gutes Kino befindet sich etwas weiter weg. Hier komme ich gut rein und kann mich gut bewegen. Aber Überraschung: Hier sind die Plätze für Rollstuhlfahrer direkt vor der Leinwand. Denke dazu muss ich nicht mehr sagen. Früher hätte ich auch problemlos hoch laufen können, heute geht das nicht mehr. Dann noch ein paar andere Probleme, die so einen Kinobesuch für mich nicht zum Erlebnis, sondern zur Qual macht. Ein anderes okayes Kino ist auch etwas weiter weg. Aber um gleich zur Mango zu kommen. Auch hier sind die Plätze direkt vor der Leinwand, mit den Behinderten kann man es ja machen. Merken die ja eh nicht. Verzeihung, bin aufgebracht.

Mal ganz ehrlich: Das ist DER Film auf den ich Jahre hin feiere. Über 20 Filme lang mit fiebere. Theorien spinne. Mit einigen bestimmte Ereignisse verbinde.
Und dann nahm man mir weg, ihn sehen zu können. Das große Finale. Vielleicht für Dich nicht nachvollziehbar, aber das war/ist für mich ein Weltuntergang. Weil ich wegen meiner beschissenen Behinderung noch mehr eingeschränkt werde, als ich eh schon bin. Ich hab eh schon wenig Freude in meinem Kack-Alltag. Dann nahm man mir dieses Highlight. Was mir heute noch weh tut.
Der Klimawandel ist schuld!

Meine Highlights im April

Ich bin glücklich. April war top! Trotz aller Tiefen gab es auch viele Höhen. Ende März hatte Mama Geburtstag. Zu Beginn des Monats haben wir diesen „nachgefeiert“. Mit zwei von Mamas Arbeitskolleginnen überlegte ich, was wir ihr Gutes tun könnten. Unsere Entscheidung fiel auf eine Schnitzeljagd durch Moritzburg. Übergeben haben wir ihr das Geschenk im „Coselpalais Dresden“ bei köstlichen Torten und schmackhaften Getränken. Ich glaube der Tag war nicht nur für mich ein echtes Highlight!

Ich war wegen einer wichtigen Angelegenheit im Rathaus und konnte mit einem Politiker über ein Problem sprechen. Fühlte sich richtig gut an und zeigte mir wieder einmal, dass ich eigentlich gern in die Politik gehen würde.

Gemeinsam mit Daniel testete ich so ein neuen hippen Waffel-Laden in der Altstadt. War sehr gut. Gerne wieder!

Mitte des Monats war ein Tag, der in meinem Herzen einen wichtigen Platz hat. Aus diesem Grund lud ich Oma und Mama in den Schillergarten ein. Zurück nach Hause sind wir an der Elbe lang. Es war wunderbar warm. Eine schöne Aussicht. Wir haben einen alten Bekannten getroffen. Einfach nur schön!

Natürlich war da auch noch die Schnitzeljagd durch Moritzburg. Kann das Ganze sehr empfehlen. Egal ob mit Familie oder Freunden, ein echtes Erlebnis. Das Ende enttäuscht etwas, aber trotzdem gut um mal den Alltag zu vergessen. Ganz wichtig: Handys weg, genießt die Natur!

Mein Stimmungsverlauf im April

Diagramm: Mein Stimmungsverlauf im April

Mein Fazit für diesen Monat

Das Endgame-Drama zog mich am Ende des Monats sehr runter. Trotzdem blicke ich gern auf den April zurück. Natürlich sind auch eine Menge tolle Kleinigkeiten passiert. Den neuen Rammstein-Song „Radio“ höre ich hoch und runter. Freue mich, dass die Jungs wieder da sind, nur als Beispiel.

Also nicht vergessen: Manchmal sind es auch die Kleinigkeiten. Nächsten Monat versuche ich via Social-Media ein bisschen aus dem Krankenhaus zu berichten. Mal gucken ob das funktioniert. Sonst natürlich dann wieder schriftlich am Ende des Monats wie es war.

Gehabt euch wohl.
Glückauf!

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